Ein deutlicher Trend ist zu erkennen: Die Immobilienpreise in Deutschland

Immobilienbesitzer und angehende Immobilienbesitzer stellen sich verständlicherweise die Frage, wie sich die Marktpreise zukünftig entwickeln werden und ob aktuell ein guter Zeitpunkt für den Kauf respektive den Verkauf ist.

Steigende Immobilienpreise aufgrund hoher Nachfrage

Betrachtet man die Entwicklung der Immobilienpreise in Deutschland, dann muss man zwischen verschiedenen Regionen und unterschiedlichen Immobilienarten differenzieren. Grundsätzlich lässt sich jedoch der Trend zur höheren Nachfrage nach Immobilien verbunden mit steigenden Immobilienpreisen feststellen:

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/597304/umfrage/immobilienpreise-alle-baujahre-in-deutschland/

Für die Bewertung der Entwicklung der Immobilienpreise werden Indexe festgelegt, die sich auf Immobilienpreise in einem definierten Basisjahr beziehen. Legt man das Jahr 2004 als Basisjahr zugrunde, dann verzeichnet der Gesamt-Immobilienmarkt bis zum Jahr 2021 einen Anstieg von 100 Prozent auf 181 Prozent. In Wachstumsregionen liegt der Wert bei 198 Prozent. Die Angaben beziehen sich auf den empirica-Immobilienindex.

Das Einfamilienhaus als beliebte Kaufimmobilie

Das Einfamilienhaus gehört in Deutschland zu den beliebtesten Kaufimmobilien. Die Besitzer erlangen Kostenvorteile, da sie die Mietkosten einsparen. Sie sorgen für das Alter vor, weil sie im Alter kostenfrei wohnen oder auch die Vermietung anstreben. Einfamilienhäuser unterliegen wie alle anderen Immobilien einer schwankenden Nachfrage und schwankenden Immobilienpreisen.

Der Geschäftsführer von Studinski Immobilien mit Firmensitz im sächsischen Vogtland gibt dazu folgende Einschätzung ab:

„Wir stellen insgesamt eine sehr hohe Nachfrage zu Einfamilienhäusern in unserer ländlichen Region fest. Dies scheint aber nicht nur an der Corona-Krise zu liegen, sondern es etabliert sich auch in vielen Branchen das Homeoffice, Baupreise für Neubau sind teilweise explodiert und es gibt einige Rückkehrer aus den alten Bundesländern.“

Die Corona-Krise als Preistreiber für Immobilien?

Die Corona-Pandemie hat zweifelsohne zu einer neuen Lebenssituation und einer neuen Sichtweise auf das eigene Leben geführt. Doch hat dieser Wandel auch Auswirkungen auf den Immobilienmarkt? Anzunehmen wäre, dass Menschen vermehrt großen Wohnraum suchen, um nicht in beengten Verhältnissen leben zu müssen. Ein Einfamilienhaus auf dem Land erscheint immer mehr Menschen als die ideale Lösung, damit sie mehr Zeit zu Hause verbringen können und ihre Freizeit entspannt gestalten können. Die aktuellen Zahlen belegen, dass Einfamilienhäuser vermehrt nachgefragt werden. Sei es durch das Arbeiten im Homeoffice oder den Wunsch, mit seiner Familie Zeit im heimischen Garten verbringen zu können – die Nachfrage ist steigend. Betrachtet man die Entwicklung der letzten Jahre, dann kommt jedoch der Verdacht auf, dass der Trend zum Eigenheim schon seit einiger Zeit besteht. Die Corona-Pandemie ist nicht der Auslöser dieses Trends, sie hat den Trend beschleunigt. Das Leben auf dem Land ist für viele Menschen ein Traum geworden, den sie sich erfüllen möchten.

Stadt-Land-Flucht oder Land-Stadt-Flucht?

Zwei gegenteilige Trends bestehen: Zum einen „flüchten“ Menschen von der Stadt aufs Land, um großen Wohnraum relativ günstig zu erlangen und die Ruhe sowie die Natur zu genießen. Zum anderen ziehen Menschen vom Land in die Stadt, da sie dort von der Verkehrsanbindung und den umfangreichen Freizeitmöglichkeiten profitieren. Die Suche nach Arbeit und kurzen Fahrtzeiten ist ein weiterer Grund. Im Corona-Jahr 2020 verzeichnete die Immobilienbranche Rekordumsätze: Immobilien im Wert von 310 Milliarden Euro wurden in Deutschland gehandelt. Vor allem Wohnimmobilien erfreuten sich einer großen Beliebtheit. Obgleich aus den steigenden Umsätzen eine Verantwortung der Corona-Krise abgeleitet werden könnte, weisen Untersuchungen darauf hin, dass der Immobilienmarkt auch unabhängig von der Pandemie einen Boom verzeichnet: Laut Marktbericht der amtlichen Gutachterausschüsse sind die Preise für Einfamilienhäuser und Zweifamilienhäuser von 2010 bis 2020 um 75 Prozent gestiegen. Bei gebrauchten Eigentumswohnungen wurden durchschnittliche Preissteigerungen von 85 Prozent verzeichnet.

Fazit: Der Immobilienmarkt verzeichnet steigende Immobilienpreise – unabhängig von der Corona-Krise. Insbesondere Einfamilienhäuser erfreuen sich einer großen Beliebtheit bei Käufern.

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