REPORT
E-Business-Standards in Deutschland -- Bestandsaufnahme, Probleme, Perspektiven
(04/2003)
216 Seiten
Eine Neuauflage der Studie aus dem Jahr 2010 finden Sie hier.
Thema: Supply Management & E-Business
Zusammenfassung E-Business ändert die Geschäftsprozesse in Unternehmen wie auch die Wertschöpfungsketten, in denen Unternehmen agieren, fundamental. Geschäftsprozesse können schneller, automatisierter und damit effizienter ablaufen, was jetzt und in Zukunft Produktivitäts- und damit Wohlstandsgewinne verspricht.
Diese Unterstützung von Geschäftsprozessen durch den Einsatz von Informationstechnologie setzt aber voraus, dass geschäftsrelevante Informationen und Transaktionen so in elektronischer Form dargestellt werden, dass sie über Unternehmensgrenzen hinweg austauschbar sind. Grundlegend für den Erfolg von E-Business ist also die Einigung auf gemeinsame Darstellungskonventionen oder Standards.
Erschwert wird eine solche Einigung durch verschiedene Faktoren: Erstens ist gar nicht klar, was überhaupt einen Standard ausmacht. So tendieren Techniker eher dazu, die Spezifikation und den Standardisierungsprozess in den Vordergrund zu stellen, während für Ökonomen die tatsächliche Verbreitung wichtiger ist. Nimmt man zweitens Spezifikationen zum Maßstab, ist allein die schiere Anzahl der Standards überwältigend und verwirrend, was den Informatiker Andrew S. Tannenbaum zu der viel zitierten Bemerkung veranlasste "The nice thing about standards is that there are so many to choose from." Und schließlich decken Standards häufig unterschiedliche Kombinationen von Bereichen ab, so dass sie zum gleichen Zeitpunkt Ergänzungen und Wettbewerber darstellen können. Für die Transparenz sind alle drei Faktoren nicht förderlich.
Ziel dieses Forschungsvorhabens war deshalb zunächst einmal, durch eine Bestandsaufnahme die Transparenz auf dem "Markt für E-Business-Standards" in Deutschland zu erhöhen. Dazu wurden aus der Fülle von Standards diejenigen ausgewählt, die derzeit von Bedeutung sind, und dann in systematischer Form dargestellt. Diese "Landkarte" der Standards bildete dann die Basis für ein weiteres Projektziel, nämlich eine detaillierte Auseinandersetzung mit der aktuellen Nutzung von E-Business-Standards in Deutschland, Problemen der Standardnutzung und -entwicklung sowie der Einordnung der Situation in Deutschland im internationalen Vergleich. Auf der Basis dieser Ergebnisse wurden schließlich wirtschaftspolitische Handlungsfelder definiert und Handlungsempfehlungen abgeleitet.
Auftraggeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA)
Zielgruppe - Staatliche Institutionen
- Standardisierungsgremien
- IT-Entscheider in Unternehmen
- Unternehmensverbände
- Softwarehersteller
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