adidas stellt neue 5-Jahres-Strategie mit Fokus auf Digitalisierung und Nachhaltigkeit vor

Die Sportmarke adidas hat eine neue Strategie vorgestellt, die sich auf das Direct-to-Consumer-Geschäft (DTC) konzentriert. Laut einer Presseerklärung sollen adidias Investitionen in Produktentwicklung, Marketing, Sponsoring und die Digitalisierung des Unternehmens in den nächsten fünf Jahren deutlich steigen. Adidas plant, im Jahr 2025 rund 1,1 Milliarden US-Dollar mehr in die Marke zu investieren als im Jahr 2021. Auch die digitale Transformation des Unternehmens werde bis 2025 mit Investitionen von mehr als 1,1 Milliarden US-Dollar vorangetrieben.

Das Sportunternehmen sagte, dass sein DTC-Geschäft bis 2025 etwa die Hälfte des Gesamtumsatzes des Unternehmens ausmachen und mehr als 80 % des angestrebten Umsatzwachstums generieren soll. Auch das E-Commerce-Geschäft soll sich von derzeit 4,7 Mrd. US-Dollar auf 9,5 bis 10 Mrd. US-Dollar verdoppeln. Darüber hinaus sagte adidas, dass man sich in Zukunft auf die Märkte Greater China, EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) und Nordamerika konzentrieren wird, die bis 2025 rund 90% des Umsatzwachstums ausmachen sollen.

Laut adidas wird das Unternehmen im Rahmen seiner Transformation zu einem DTC-geführten Unternehmen weiterhin in den eCommerce und in den Ausbau seines Mitgliederprogramms investieren. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass die Konsumenten ein auf ihre Präferenzen zugeschnittenes Marken- und Einkaufserlebnis mit personalisierten Angeboten sowohl im digitalen als auch im physischen Bereich erwarten. Bis zum Jahr 2025 will adidas die Zahl der Mitglieder in seinem Mitgliederprogramm von derzeit mehr als 150 Millionen auf rund 500 Millionen verdreifacht haben. Darüber hinaus sollen die adidas-eigenen Einzelhandelsgeschäfte digitalisiert und mit vollwertigen Omnichannel-Funktionen ausgestattet werden. Der Fokus auf die zunehmende Digitalisierung wird auch auf die Großhandelspartner des Unternehmens ausgeweitet, um ein nahtloses Erlebnis für den Konsumenten über alle Touchpoints hinweg zu gewährleisten, so adidas.

An der digitalen Front sagte adidas, dass seine Kernprozesse über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg digitalisiert werden sollen. Dies reicht vom Kreationsprozess mit 3D-Designmöglichkeiten über die Beschaffung seiner Produkte bis hin zum Verkauf an Kunden und Konsumenten. Im Jahr 2025, so adidas, wird der überwiegende Teil des Umsatzes mit Produkten erzielt, die digital erstellt und verkauft wurden. Um dies zu erreichen, wird das Unternehmen seine Daten- und Technologiekompetenz intern ausbauen und sein Tech-Team vergrößern. Allein im Jahr 2021 wird adidas mehr als 1.000 Tech- und Digital-Talente einstellen. Außerdem investiert das Unternehmen in das neue ERP-System, die SAP Business Suite 4 SAP HANA (S/4HANA).

Die neue Digitalstrategie von adidas kommt nur wenige Monate nach der Ernennung von Sanchita Johri, Johnson & Johnsons Asien-Pazifik-Leiterin für Connected Commerce und Marketing und Content Excellence, zum Director of Digital Activation für Schwellenländer. Laut Johris LinkedIn-Account gehören zu den Märkten Indien, Südafrika, die Türkei, Israel und der Golf-Kooperationsrat.

Neben der Digitalisierung hat adidas auch geplant, an seinen Nachhaltigkeitszielen zu arbeiten. Die Sportmarke sagte, dass bis 2025 neun von zehn ihrer Artikel nachhaltig sein werden, da das Unternehmen sein Drei-Kreislauf-System ausbaut und weiter innoviert: Recycling-Kreislauf (hergestellt aus recycelten Materialien), Kreislauf-Kreislauf (hergestellt, um wieder hergestellt zu werden) oder regenerativer Kreislauf (hergestellt mit natürlichen und erneuerbaren Materialien). Derzeit werden sechs von zehn adidas-Artikeln aus nachhaltigen Materialien hergestellt. Adidas fügt hinzu, dass das Unternehmen bereits seit einiger Zeit an vollständig recycelbaren oder biologisch abbaubaren Materialien forscht und ab 2024 in jedem Produkt nur noch recyceltes Polyester verwenden will.

Darüber hinaus sollen die Kommunikation und das Marketing für Produkte aus nachhaltigen Materialien intensiviert und Produktrücknahmeprogramme in großem Umfang eingeführt werden. adidas hat sich verpflichtet, seinen CO2-Fußabdruck pro Produkt bis 2025 um 15 % zu reduzieren. Zu diesem Zweck arbeitet das Unternehmen eng mit seinen Partnern in der globalen Beschaffungskette zusammen, um den Energie- und Materialverbrauch zu reduzieren und verstärkt grüne Energiequellen zu nutzen. adidas erklärte, dass es bis 2025 Klimaneutralität im eigenen Betrieb und bis 2050 Klimaneutralität insgesamt erreichen will.

(C) Marketing-Interactive.com

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